Ablösung von Gas-Etagenheizungsanlagen in Mehrfamilienhäusern

Erfahrungen bei der Untersuchung von

Möglichkeiten zur Ablösung von Gas-Etagenheizungsanlagen in Mehrfamilienhäusern

 Folgende Varianten wurden untersucht:

 

-       Dezentrale Fernwärmeversorgung mit Wohnungsstationen

-       Zentrale Fernwärmeversorgung mit WWB

-       Zentrale Fernwärmeversorgung mit dezentrale WWB

elektrisch

-       Zentrale Wärmeversorgung mit Wärmepumpen 65 %

Hybrid – Gas-Brennwert - Kessel

Fabrikat Stiebel-Eltron

Fabrikat Vaillant

-       Dezentrale Wärmeversorgung mit Wärmepumpen auf den Balkonen

Fabrikat Daikin – Altherma 3 

Hybrid- Gas-Brennwert-Therma

Altherma 4 bis 70 °C

-       Zentrale Fernwärmeversorgung mit PV-Anlage

und Infrarotheizung in der Übergangszeit

-       Dezentrale Brennwert-Gas-Etagenheizung

 









Erkenntnisse

 

Fernwärme-Wohnungsstationen anstelle der vorhandenen Kombithermen sind nach der neuen TAB der Stadtwerke  Leipzig von 2025 nicht mehr zugelassen, da diese zu hohe Rücklauftemperaturen nach sich ziehen.

 

Sollten keine Planungs-Revisionsunterlagen über die Temperaturen für die Auslegung der vorhandenen Heizkörper bei Bestandsgebäuden vorliegen, wird empfohlen diese zu ermitteln. 

Wir haben ein Näherungsverfahren dazu entwickelt.

 

Es wurde untersucht für die Verlegung der neuen Steigleitungen den vorhandenen Schornstein zu nutzen.

Unterstützt wurden wir durch die Fa. Rockwool hinsichtlich der geeigneten Wärmedämmung.

Da eine 100 % Dämmung nicht möglich war, besteht die Möglichkeit einen Ausnahmeantrag zu stellen.

 





Es ist schwierig einen Realisierungsbetrieb für die Verlegung der Steigleitungen nach dieser Methode zu finden.

Ein Kraneinsatz wurde von der Leipziger Firma Thömen für die Montage in den Schornsteines angeboten. 

Kran                           Preis rd.1.000,- Euro netto 

Straßensperrung     Preis rd.1.500,- Euro netto. 

 

Die Lösung der Altherma 4 bis 70 °C Vorlauf kann für Balkone nicht ausgeführt werden.

 

Ein Lärmschutzgutachten ist erforderlich. 

Richtpreis 1,800, - Euro netto

 

Mit einem Näherungsverfahren wurde festgestellt, das die Heizflächen für eine Temperaturspreizung 90/70 °C ausgelegt wurden. Für Rücklauftemperaturen über 50 °C sekundär beträgt der Fernwärmegrundpreis 140 %.

 

Die Eigentümer haben sich für die zentrale Fernwärmeversorgung mit Warmwasserbereitung entschieden,

weil die Fernwärme in Leipzig nach Angaben der Stadtwerke Leipzig ab 2038 mit Wasserstoff klimaneutral ist.

 

Es wurde auch der Einsatz einer PV-Anlage untersucht.

Die Idee von Herrn Leukefeld Gebäude mit PV und Infrarotheizung zu beheizen konnte nicht angewendet werden.

Die PV-Anlage mit einer Infrarotheizung für den Übergangsbereich für die Beheizung zu nutzen um die hohen Fernwärmekosten zu reduzieren, ergab eine Amortisation von 14 Jahren.

 



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